Naechstenliebe versus Obergrenze

Nächstenliebe vs. Obergrenze

Es ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten, wenn eine Partei wie die CSU, die sich nach außen hin als »christlich-sozial« darstellt, eine Obergrenze für Menschen in Not fordert. Allen voran ihr Parteivorsitzender und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der in einem Satz von Humanität schwafelt und im Nächsten auf eine Höchstgrenze von 200.000 Flüchtlingen pocht. Dass währenddessen, täglich unzählige Menschen im Mittelmeer absaufen, kümmert sein achso christliches und soziales Herz kaum. Genauso wenig seine Wähler, denen die Xenophobie bereits mit dem Holzhammer eingeprügelt wurde und diese gehorsam in ihre Stammtische weitertragen. Wenn sie im Anschluss darauf, Sonntagmorgens brav in der Kirche hocken, ist die Welt auch wieder in Ordnung. Dort lassen sie sich jede Woche erneut das Gebot der Nächstenliebe erklären, aber wenn dann unverhofft in ihrer eigenen Nachbarschaft vor Krieg und Verfolgung geflohene Menschen Zuflucht suchen, dann wird das grundgesetzlich festgelegte Asylrecht plötzlich zweitrangig. Der eigene Geldbeutel ist da meist wichtiger. Armes Bayern, armes Deutschland…

Eine Obergrenze ist unmenschlich und rechtswidrig!
www.amnesty-jugend.de/2017/10/06/demo-fluechtlingsschutz/

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